Ich habe jetzt schon öfters den Begriff Impact Startup gehört. Und die meisten konnten mir nur eine ungenaue Erklärung für diesen Begriff geben. Deshalb habe ich das Thema Impact Startups genauer untersucht und bin auf überraschende Ergebnisse gestoßen.

Impact Startups lösen gesellschaftliche oder ökologische Probleme und sind gleichzeitig profitabel. Das erreichen sie durch nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen, die dem Markt einen Mehrwert bieten und gleichzeitig positive Veränderung herbeiführen. Klima und CleanHub sind passende Beispiele.

Es gibt auch viele Startups, die so tun, als wären sie Impact Startups. Und viele Investoren fallen darauf rein. Nach diesem Artikel wirst du wie ein Experte zwischen Fake und echten Impact Startups unterscheiden können.

Die Definition von Impact Startups – Was sie wirklich ausmacht

Positive Veränderung ist das wichtigste von Impact Startups

Wenn du verstehen willst, was Impact Startups sind, solltest du zuerst lernen, was das englische Wort “Impact” bedeutet. Die direkte Übersetzung von diesem Wort wäre “Einschlag” oder “Auswirkung”. Und das passt auch. Denn Impact Startups wollen (im positivsten Sinne) in die Welt so einschlagen, dass sich etwas verändert.

Diese Veränderung soll dazu führen, dass es Gesellschaften oder der Umwelt auf irgendeine Art und Weise besser geht. Kurz gesagt:

Impact Startups haben als oberste Priorität, gesellschaftliche oder ökologische Probleme zu lösen.

Priorität ist ein wichtiges Stichwort, denn für Impact Startups ist es auch wichtig, profitabel zu sein. Denn wer kein Geld und keinen Erfolg hat, kann auch nichts auf einer großen Skala verändern. Dennoch lässt sich festhalten, dass Impact Startups von einem tieferen Sinn angetrieben sind.

Die Gründer von Impact Startups werden häufig Sozialunternehmer genannt. 

So gehen Impact Startups vor

Die Impact These – Die Grundlage eines Impact Startups: 

Ich habe mir mal im Detail angeguckt, wie Impact Startups eigentlich vorgehen. Mir ist aufgefallen, dass es klare Unterschiede zu only-profit Startups gibt. Denn sie starten mit einer sogenannten Impact-These.

Bei dieser Impact-These definieren Sozialunternehmer so präzise wie möglich:

  1. welches Problem sie lösen
  2. warum sie es lösen wollen
  3. und wie sie es lösen wollen

Das muss von Anfang an klar sein, damit das Startup eine klare Richtung hat. 

Im Grunde machen das auch gewöhnliche Startups, indem sie zum Beispiel Mission- oder Vision-Statements machen. Dort geht es aber eher weniger um gesellschaftlichen oder ökologischen Impact.

Bei der Warum-Frage erklären die Sozialunternehmer meistens, wie sie in ihrem Leben mit dem Problem, das sie lösen wollen, in Kontakt gekommen sind. Es ist nämlich viel überzeugender, wenn jemand von etwas direkt betroffen war und mehr als ein abstraktes Verständnis von einem Problem hat.

Ich finde, der schwierigste Teil der Impact-These ist die Frage, wie das Problem gelöst werden soll. Denn um diese Frage zu beantworten, müssen Sozialunternehmer ein Geschäftsmodell entwickeln, das diesen Impact generieren soll. Dieses Geschäftsmodell muss gleichzeitig profitabel sein. 

Dort muss auch klar erklärt werden, wie die Impact-Ziele des Startups in dessen Produkte integriert werden und wie das Ausmaß des Impacts gemessen wird.

Das Messen des Impacts – Wie viel Impact wird tatsächlich generiert?

Impact Startups müssen regelmäßig über ihren Impact mit Stakeholdern* kommunizieren. Doch um über ihren Impact kommunizieren zu können, brauchen sie zuerst Mechanismen, mit denen sie Ihren Impact schätzen oder messen können. Und diese Mechanismen werden meistens durchgehend optimiert, oder es werden neue entwickelt.

Was sind Stakeholder? Als Stakeholder werden Personen oder Gruppen bezeichnet, die etwas mit einer Organisation zu tun haben. Das können Investoren, Kunden, Politiker oder Journalisten sein. Hast du schon mal Cocal Cola getrunken? Wenn ja, Glückwunsch! Denn dadurch bist du (als Kunde) ein Stakeholder von Coca Cola.

Hier haben profitorientierte Startups den Vorteil gegenüber Impact Startups. Denn wenn es dir nur ums Geld geht, ist dein Erfolg sehr einfach zu messen. Du musst nur einen Blick auf deinen Kontostand werfen. Bei Impact Startups ist das viel komplizierter. 

Denn die Mechanismen zur Messung des Impacts müssen so konzipiert werden, dass sie aus wissenschaftlicher Sicht akkurat sind. Deshalb arbeiten Impact Startups meistens mit teuren Experten und Beratern zusammen, die gemeinsam KPIs* entwickeln. 

Was sind KPIs? KPI steht für Key Performance Indicator (auf deutsch: Schlüsselkennzahlen). Alle Unternehmen haben sie und definieren sie für verschiedene Bereiche, um den Erfolg der Arbeit zu messen. Zum Beispiel wäre für einen Social Media Manager die Anzahl der Follower oder Likes ein KPI.

Aber warum investieren sie so viel Ressourcen in das Messen von Impact? Warum reicht es nicht aus, einfach ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu haben?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Zuerst: Ohne Klarheit darüber, wie viel Impact du generierst, weißt du nicht, ob du deine Ziele erreichst. Der zweite Grund ist für Sozialunternehmer vermutlich am wichtigsten: Du musst deinen Investoren überzeugen.

Investoren von Impact Startups investieren normalerweise aus philanthropischen Gründen, oder weil sie gegen ein bestimmtes Problem vorgehen möchten. Doch sie wollen auch, wie jeder andere Investor, sehen, dass sich ihr Investment gelohnt hat – aus finanzieller Sicht und aus Sicht des erwarteten Impacts.

Deshalb haben Impact Startup in der Seed-Phase es besonders schwierig. Denn sie müssen, um Investoren zu überzeugen, einschätzen, wie viel Impact sie in Zukunft mit ihrem Startup generieren werden. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sie das objektiv einschätzen können. Es gibt zu viele Faktoren, die den Impact eines Startups beeinflussen können.

Doch sobald ein Impact Startup am Markt angekommen ist, werden alle Impact-Messungen regelmäßig in Reports zusammengefasst. Diese Reports werden jährlich oder jedes Quartal angefertigt. Sie werden meistens öffentlich bereitgestellt, damit jeder sehen kann, wie viel Impact generiert wurde. Diese Reports haben eine ähnliche Funktion wie CSR-Reports*, die Konzerne aufbereiten müssen.

Was ist ein CSR-Report? CSR steht für Corporate Social Responsibility. Auf deutsch bedeutet das “die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen.” In diesen Reports müssen Konzerne (gesetzlich vorgeschrieben) zusammenfassen, wie sie die Gesellschaft und Umwelt beeinflusst haben. 

Weitere Eigenschaften von Impact Startups

Mir ist auch aufgefallen, dass Impact Startups eine hohe Kooperationsgemeinschaft miteinander haben. Denn sie sehen einander nicht als Konkurrenz an, weil sie gemeinsame Ziele verfolgen.

Eine klare Gemeinsamkeit mit gewöhnlichen Startups ist, dass Impact Startups auch von VC-Gesellschaften* unterstützt werden möchten. Doch Impact Startups werden häufig von einer besonderen Art von VC-Gesellschaften unterstützt. Es gibt nämlich VC-Gesellschaften, die nur Impact Startups fördern.

Was sind VC-Gesellschaften? VC steht für Venture Capital (Wagniskapital). Sie werden auch VC Fonds, VCs, Risikogesellschaften oder Wagniskapitalgesellschaften genannt. Es handelt sich um Fonds, die nur in Startups (also riskante Projekte) investieren. Sie unterstützen Startups nicht nur finanziell, sondern auch strategisch und logistisch.

Mir ist sonst noch aufgefallen, dass Impact Startups häufig mit Verifizierungspartnern arbeitern. Das sind Einrichtungen, die der Öffentlichkeit bestätigen, dass ein Unternehmen wirklich einen nachhaltigen Impact auf die Welt ausübt.

Warum das wichtig ist, erkläre ich dir jetzt.

Doch vorher fasse ich für dich aber noch alle Eigenschaften von Impact Startups in einer Liste zusammen:

Übersicht zu den wichtigsten Eigenschaften von Impact Startups

Impact Startups…

  • Wollen gesellschaftliche oder ökologische Probleme lösen
  • Entwickeln eine Impact-These
  • Werden von Impact-orientierten VC-Gesellschaften finanziert
  • Erhalten häufig Zertifizierungen
  • Legen viel Wert auf das Messen von deren Impact
  • Haben mehr Kooperationsbereitschaft
  • Sind profitabel

Warum es Fake Impact Startups gibt und wie du sie erkennst

Es gibt viele Unternehmen (darunter auch Startups), die nicht Impact-orientiert sind, aber den Anschein erwecken wollen, dass sie es sind. Das passiert zu einem recht großen Ausmaß.

Die Europäische Kommission hat mehrere Unternehmen in der EU untersucht und folgendes herausgefunden: 40% aller Umweltaussagen von diesen Unternehmen waren nicht einmal auf irgendeine Art und Weise belegt. Hier kannst du dir diese Studie genauer ansehen. Sie ist jedoch nicht einfach zu lesen. Eine leichtere Zusammenfassung findest du hier.

Käufern wird häufig auf indirekte Art und Weise vermittelt, dass die Produkte, die sie kaufen, positive Einflüsse auf die Umwelt ausüben.

Aber warum sollten Startups sowas überhaupt machen? Der offensichtlichste Grund ist das Image. Sie wollen gut in der Öffentlichkeit aussehen. Doch darum geht es ihnen meistens gar nicht. Fake Impact Startups wollen meistens Investoren, VC-Gesellschaften oder Crowdinvestoren anlocken.

Impact Startups können auch mit Unterstützung der Regierung rechnen.

Denn beim Impact-Investing Markt fließt mittlerweile viel Geld. Global gesehen sollten es mehr als 700 Milliarden Dollar sein. Es gibt auch viele Celebrities, die in Impact Startups investieren. Das lockt umso mehr private Investoren an und führt zu mehr Followern auf sozialen Medien. 

Gut zu wissen: Wenn ein Unternehmen sich als nachhaltig ausgibt, es aber in Wirklichkeit nicht ist, nennt sich das Greenwashing. 

Ich habe mir mal genauer angeguckt, wie so ein Fake Impact Startup entlarvt werden kann. Und ich habe herausgefunden, dass folgende Zeichen auf greenwashende Startups hinweisen:

Es misst seinen Impact nicht

Wie vorher erwähnt, investieren Impact Startups viel Zeit und Ressourcen in das Messen von deren Impact. Ein Fake Impact Startup würde sowas niemals tun. Denn es ist kompliziert, Messsysteme zu entwickeln. Und so ein Messsystem würde ihnen nur zeigen, dass sie keinen Impact haben. 

Es hat keine Impact-These

Wenn du auf die Webseite von einem Impact Startup kommst, musst du Antworten auf alle Fragen einer Impact-These finden. Es gibt verschiedene Wege, wie Startups sie beantworten. 

Manche gehen auf die Impact-These in dem About- (Über uns) Abschnitt der Webseite ein und andere gehen auf verschiedene Aspekte der Impact-These an verschiedenen Orten der Webseite ein. Am übersichtlichsten finde ich es, wenn sie in Form einer PDF-Datei bereitgestellt wird.

Wenn du nach der Besichtigung der Webseite keine Antworten auf die Fragen einer Impact-These gefunden hast, handelt es sich vermutlich nicht um ein Impact Startup.

Sehr wichtig: Falls du in ein Impact Startup investieren möchtest, solltest du dir die Impact-These genau durchlesen und Schwächen finden. Denn keine Impact-These ist perfekt. So kannst du am besten beurteilen, wie stark dein Investment für positive Veränderung sorgen wird.

Die Marketingabteilung kümmert sich um Nachhaltigkeitskommunikation

Wenn du einem Startup Fragen zur Nachhaltigkeit stellst und zum CMO* weitergeleitet wirst, ist das kein gutes Zeichen. Denn Marketingabteilungen übertreiben häufig mit ihren Aussagen und kümmern sich nicht viel um Transparenz. 

Was ist ein CMO? CMO steht für Chief Marketing Officer. Er ist derjenige im Unternehmen, der die wichtigsten Marketing-Entscheidungen trifft. Denn er ist verantwortlich dafür, das Wachstum und den Umsatz des Unternehmens mit Marketingmaßnahmen zu erhöhen.

Es stecken keine Methoden hinter Zahlen und Graphen

Ich habe ja vorher erwähnt, dass wahre Impact Startups ihren Impact Messen und nachweisen. Doch auch Zahlen und statistische Visualisierungen können irreführend und eine Form von Greenwashing sein. Viele denken, dass wenn sie einen Graphen vor sich haben, mit wissenschaftlichen Fakten zu tun haben.

Dem ist aber nicht so. Ich vermute, dass mit Zahlen genau so viel gelogen wird wie mit Wörtern. Vielleicht sogar mehr. Denn wichtig ist nicht, was die Zahlen sagen, sondern an erster Stelle, wie sie an diese Zahlen überhaupt gekommen sind.

Wenn du also auf ein Startup triffst, das behauptet, es habe X Tonnen an CO2 gespart, musst du dich fragen, welche Methoden bei der Messung benutzt wurden. Leider wissen nur Experten, wann Methoden zur Messung von zum Beispiel CO2 akkurat angewendet wurden.

Aber wenn überhaupt auf keine Methoden zur Messung hingewiesen wird, kannst du damit rechnen, dass diese Zahl lügt.

Interessanter Fakt: Die Methodik ist ein eigenes wissenschaftliches Feld, das sich mit den Verfahrensweisen von Wissenschaften auseinandersetzt. Sie spielt in allen Bereichen der Wissenschaft eine zentrale Rolle und ist deshalb für Impact Startups sehr relevant.

Es liegen Keine Zertifikate oder Verifizierungspartner vor

Nicht jedes Impact Startup hat unbedingt Zertifikate oder Verifizierungspartner. Doch in den meisten Fällen ist es so. Denn sie bestätigen, dass ein Startup für echten Impact sorgt und kein Greenwashing betreibt.

Nur philanthropische Aktivitäten: Spenden sind kein Impact-Geschäftsmodell

Es gibt Startups, die einen gewissen Anteil ihres Profit an nachhaltige Projekte oder Einrichtungen spenden. Das ist zwar gut, aber das macht sie noch lange nicht zu Impact Startups. Denn bei Impact Startups ist der positive Impact in das Geschäftsmodell integriert und wird nicht ausschließlich durch Spenden erreicht.

2 Beispiele für ein Impact Startup

Ich habe zwei Startups gefunden, die behaupten, Impact Startups zu sein. Hier siehst du, wie ich diese Startups kritisch untersucht habe und zum Schluss gekommen bin, dass sie echte Impact Startups sind. 

Klima – Jeder kann klimaneutral leben

Nicht nur Startups, sondern auch Menschen können einen Impact haben. Zum Beispiel durch das Ändern von Konsumverhalten. Aber das ist nicht einfach und am Ende weißt du gar nicht, wie viel Impact du mit dem Ändern deiner Verhaltensweisen generiert hast.

Um dieses Problem zu lösen, hat Klima eine App entwickelt. Sie soll Menschen helfen, einen 100% klimaneutralen Lebensstil zu erreichen. Ich habe mir genauer angeschaut, wie diese App funktioniert und geprüft, ob Klima wirklich ein Impact Startup ist.

Die Klima-App funktioniert folgendermaßen: Sie ist in drei Phasen eingeteilt, durch die du gehen musst, um klimaneutral zu werden. So lauten sie:

  • Offset: Berechne deinen ökologischen Fußabdruck und kompensiere ihn, indem du in nachhaltige Projekte investiert.
  • Reduce: Erhalte Ratschläge, wie du deinen Lifestyle nachhaltig gestalten kannst.
  • Multiply: Überzeuge deine Freunde, diese App zu nutzen und beobachte, wie viel CO2 du mit deiner Überzeugungskraft sparen kannst.

Der erste Schritt “Offset” kann etwas verwirrend sein. Du musst deinen ökologischen Fußabdruck nicht selber berechnen. Die App stellt einen Rechner für dich bereit, in den du nur einige Daten eingeben musst. Zum Beispiel, wie viel du pro Woche mit dem Auto fährst. 

Dann wird ermittelt, wie viel CO2e* Ausstöße du verursachst und wie viel du in nachhaltige Projekte investieren müsstest, um das zu kompensieren. Du musst dir aber nicht die Mühe machen, nach solchen Projekten zu suchen und an jedes einzelne zu spenden. 

Was ist CO2e? CO2 ist nicht der einzige Stoff, der durch unsere Aktivitäten in die Atmosphäre freigesetzt wird. Methan zum Beispiel soll sich stärker auf das Klima auswirken als CO2. Deshalb wurde die Abkürzung CO2e eingeführt. Sie beschreibt, wie viel CO2 du theoretisch ausgestoßen hast, wenn alle anderen Gase neben CO2 mitgezählt werden. Das “e” in CO2e steht also für equivalents (auf Deutsch: äquivalente). 

Dir wird für die Nutzung der App ein monatlicher Beitrag berechnet, basierend darauf, wie viel CO2e du ausstößt. Dieser Betrag geht an drei Projekte, die sich mit diesen Sachen beschäftigen:

  • Bäume Pflanzen
  • Solaranlagen aufbauen
  • Umweltfreundliche Öfen für Entwicklungsländer

Ein Teil von dem monatlichen Betrag geht auch an das Startup, damit sie sich finanzieren können. Wenn Nutzer beim zweiten Schritt “Offset” ihr Verhalten nachhaltiger gestalten, verringert sich die Höhe des Betrags. 

Ich würde gerne sehen, wie viel insgesamt durch die Nutzung der App bereits erreicht wurde. Doch auf der Webseite von Klima kann ich aktuell leider nichts dazu finden. Im Grunde könnte Klima die Daten von allen Nutzer zusammensetzen und zeigen, wie viel CO2e-Ausstöße dank der Klima-App verhindert wurden. 

Aber auf diese Daten könntest du dich nicht zu 100% verlassen. Denn Nutzer können in der App vortäuschen, dass sie weniger CO2e ausstoßen, und dass sie nachhaltiger leben. Aber ich halte es für unwahrscheinlich, dass jemand für diese App bezahlen würde und dann absichtlich falsche Informationen eingibt. 

Auch unbewusste Fehler seitens des Nutzers bei der Berechnung des CO2e Ausstoßes auf der Klima-App können zu fehlerhaften Daten führen. 

Bei dem CO2e Rechner solltest du dir auch bewusst sein, dass es Verbesserungspotential gibt. Zum Beispiel sollte der Rechner auch berücksichtigen, was für Kleidung du kaufst und ob du Technik gebraucht, recycled oder neu kaufst.

Ich muss aber auch fairerweise sagen, dass ich noch auf keinen CO2- oder CO2e-Rechner gestoßen bin, der jede Variable bis ins kleinste Detail berücksichtigt hat. 

Deshalb würde ich Ergebnisse aus solchen Rechnern nicht als eindeutige Widerspiegelungen der Realität betrachten. Es sind eher Werkzeuge, die versuchen, so akkurat wie möglich die Realität zu beschreiben. Deshalb merke dir:

Es gibt enorm viele Faktoren, die den CO2e-Fußabdruck von uns beeinflussen und es ist sehr kompliziert, sie alle akkurat in einem Rechner zu berücksichtigen.

Aber immerhin gibt es einen garantierten Impact: Du kannst dir sicher sein, dass du mit dem monatlichen Beitrag Projekte finanzierst, die die Welt verbessern…oder?

Ich habe das hinterfragt, weil ich von vielen nachhaltigen Projekten gehört habe, die insgesamt wenig oder nichts erreichten, weil sie schlecht verwaltet wurden. Wie können wir uns sicher sein, dass auch diese Projekte von Klima wirklich gut sind?

Leider kann ich nicht selbst zu den Standorten der Projekte fliegen und kontrollieren, ob dort alles richtig gemacht wird. Deshalb arbeitet Klima mit Verifizierungspartnern zusammen. Das sind unabhängige Organisationen, die verifizieren, ob nachhaltige Projekte richtig vorgehen.

Doch auch Verifizierungspartner müssen unter die Lupe genommen werden. Klima hat insgesamt drei solche Partner, die ich mir genauer angeschaut habe:

Verifizierungspartner 1: Der Gold Standard

Die Gold Standard Foundation gibt es schon lange und ist deutlich älter als das Startup Klima. Sie wurde im Jahr 2003 von dem WWF* gegründet, um sicherzustellen, dass Projekte gegen hohe CO2-Ausstöße ihre Arbeit richtig machen. 

Was ist der WWF? Der WWF (World Wide Fund For Nature – „Weltweiter Fonds für die Natur“) ist eine spendenfinanzierte Stiftung, die sich für den Erhalt biologischer Vielfalt, nachhaltige Nutzung von Ressourcen und gegen Umweltverschmutzung einsetzt. Sie wurde 1961 gegründet und ist eine der größten Natur- und Umweltschutzorganisationen weltweit.

Dafür haben sie einen “best practice standard” entwickelt. Das sind Grundsätze, die definieren, wie richtige Arbeit gegen den Klimawandel aussehen muss. Wenn also ein Projekt oder ein Startup wie Klima mit der Gold Standard Foundation zusammenarbeitet, kontrolliert sie, ob alles richtig gemacht wird.

Gold Standard orientiert sich bei der setzung von Zielen für die Umwelt an dem Pariser abkommen und den SDGs*. Bis jetzt war die Organisation in 2600 Projekten in über 98 Ländern involviert.

Was sind die SDGs? Die United Nations (UN) – “Vereinte Nationen” haben sich 17 globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt. Diese Ziele werden Sustainable Development Goals (abgekürzt SDGs) genannt.

Verifizierungspartner 2: Der Verified Carbon Standard

Diese Zertifizierung funktioniert im Grunde genauso wie der Gold Standard. Die Organisation hinter dem Standard prüft, ob nachhaltige Projekte korrekt durchgeführt werden. Doch bei dieser Zertifizierung geht es nur um die Messung der Verringerung von CO2-Ausstößen. 

Der Verified Carbon Standard wurde von der Organisation Verra entwickelt. Verra wurde 2005 unter anderem von Geschäftsleuten gegründet, die eine Notwendigkeit für mehr Qualitätsüberprüfung bei nachhaltigen Projekten sahen.

Wenn ein Projekt etwas macht, um CO2-Ausstöße zu verringern, ist es nicht leicht, genau anzugeben, wie viel Tonnen von diesen Ausstößen am Ende gespart wurden. Deshalb werden wissenschaftliche Methoden eingesetzt, um solche Resultate zu prüfen. Für sowas braucht es Experten.

Deshalb gibt es den Verified Carbon Standard. Denn wenn dir irgendein Projekt sagt, dass es X Tonnen an CO2-Ausstößen gespart hat, bleibt dir nichts anderes übrig als das einfach zu glauben oder nicht zu glauben. Der Verified Carbon Standard löst dieses Problem:

Wenn du siehst, dass ein Projekt mit dem Verified Carbon Standard verifiziert wurde, kannst du davon ausgehen, dass dessen Angaben zur Verringerung von CO2-Ausstößen eine solide wissenschaftliche Basis haben.

Aber das war noch nicht alles. Nachdem Verra bestätigt hat, wie viel CO2 durch ein Projekt gespart wurde, verteilt es sogenannte „Verified Carbon Units”, die auf dem Kohlenstoffmarkt verkauft werden können. 

Was das bedeutet, kann ich dir nicht in einem Satz erklären. Deshalb habe ich darüber unten einen kleinen Abschnitt geschrieben, den du überspringen kannst, wenn du willst.

Carbon Credits und der Kohlenstoffmarkt – Du kannst gespartes CO2 verkaufen

Die oben genannten “Verified Carbon Units” (VCUs) bedeuten übersetzt “Verifizierte Kohlenstoffeinheiten”. Bei einem VCU handelt es sich um ein offizielles Dokument. Es bestätigt, dass der Besitzer des Dokuments, eine Tonne CO2 gespart hat. Solche Dokumente werden auch Carbon Credits genannt (auf Deutsch: Kohlenstoffgutschriften).

Wenn also ein Projekt nachweislich 30 Tonnen CO2 gespart hat, erhält es 30 von diesen Carbon Credits gutgeschrieben. Und jetzt kommt der spannende Teil: Denn mit diesen Credits kannst du mehr machen, als nur angeben. Sie können nämlich für richtiges Geld verkauft werden.

Es gibt verschiedene Carbon Credits, die unterschiedlich viel Wert sind

Aber wie wird das verkauft, wer will so etwas kaufen und warum sollte jemand dieses Stück Papier haben wollen? Die Antwort auf diese Fragen findest du, wenn du verstehst, was der Kohlenstoffmarkt ist. Auf dem Kohlenstoffmarkt werden diese Carbon Credits nämlich gehandelt. Ungefähr so wie Aktien. 

Und wenn du dich mit Märkten ein wenig auskennst, weißt du, dass sie von Angebot und Nachfrage angetrieben sind. Wer das Angebot macht, weißt du mittlerweile schon: Es sind Leute, die mit ihren Projekten CO2 eingespart haben. Aber wo kommt die Nachfrage her?

Die Nachfrage kommt meistens von Unternehmen, die zu viel CO2 ausgestoßen haben und gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Ausstöße zu kompensieren. Denn viele Regierungen haben ihren Unternehmen gesagt, dass sie mit ihren CO2-Ausstößen auf die Bremse treten müssen. Doch das ist nicht einfach.

Damit ein Unternehmen weniger CO2 ausstößt, muss es komplizierte transformative Prozesse durchlaufen. Deshalb gibt es Carbon Credits: Unternehmen können sie kaufen, um ihre Ausstöße zu kompensieren.

Was bringt das aber? Letztendlich stoßen diese Unternehmen immer noch genauso viel CO2 aus. Ich denke, es bringt sehr viel: Es ist ein System, das die notwendige Transformation für den Klimawandel finanziert. 

Jetzt sind nachhaltige Projekte nicht mehr zu 100% auf Spenden angewiesen. Sie können Carbon Credits sammeln und sich durch sie zum Teil oder sogar ganz finanzieren.

Insgesamt gibt es zwei Arten von Kohlenstoffmärkten. Einmal den freiwilligen und den verpflichtenden. Beim verpflichtenden Markt werden Carbon Credits gekauft, weil Unternehmen das müssen und beim freiwilligen Markt kann jeder welche kaufen.

Warum sollte jemand freiwillig Carbon Credits kaufen? Manche sehen das als Investitionsmöglichkeit und andere wollen einfach nur klimafreundliche Projekte unterstützen. Die meisten machen das vermutlich aus beiden Gründen.

Wie du siehst, liegt ein komplexes System hinter diesen Carbon Credits. Damit dieses System auch Sinn macht, müssen sich alle Beteiligten sehr sicher sein, dass diese Credits die Realität widerspiegeln. 

Deshalb, um zurück auf das ursprüngliche Thema zu kommen, gibt es Organisationen wie Verified Carbon Standard. Sie stellen sicher, dass diese Credits nur dann gutgeschrieben werden, wenn wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass CO2 gespart wurde.

Und jetzt verstehst du auch ein wenig besser, wie das Geschäftsmodell von Klima funktioniert. Denn sie finanzieren sich nicht nur durch die Beiträge für die App, sondern auch durch das Verkaufen von Carbon Credits. 

Verifizierungspartner 3: Der Climate, Community & Biodiversity Standard

Auch diese Zertifizierung wurde von Verra entwickelt. Bei dieser Zertifizierung geht es mehr um nachhaltige Agrikultur und Unterstützung von Communities, die zum Beispiel von Ausbeutung betroffen sind. 

Wenn Verra bestätigt, dass durch ein Projekt für so eine Community mehr Jobs, Bildungsmöglichkeiten und Zugang zu medizinischen Behandlungen geschaffen wurden, erhält es diese Zertifizierung.

Ich bin zum Schluss gekommen, dass Klima verlässliche Verifizierungspartner hat, weil sie schon lange dabei sind und detailliert erklären, wie sie Organisationen und Projekte prüfen.

CleanHub – Systematisch gegen Plastik im Meer vorgehen

Das erste, was ich auf der Webseite von CleanHub gesehen habe, war folgende Info:

“Wir haben 1’857’772 Kilogramm an Plastik vom Meer beseitigt.”

Jeder, der klug ist, würde jetzt fragen, wie sie an diese Zahl gekommen sind. Deshalb habe ich mir mal im Detail angeguckt, wie sie das gemessen haben. Sie gehen mit dieser Methode vor:

Wie CleanHub den eigenen Impact misst

1) Aufbauen von Collection Hubs: Die Sammlungsstellen für Plastik

Im ersten Schritt bauen sie sogenannte Collection Hubs auf, an denen Plastik gesammelt und sortiert wird. Sie werden an Orten auf der Welt aufgebaut, die am meisten von Plastik im Meer betroffen sind.

2) Das gesammelte Plastik muss gemessen werden

In den Collection Hubs werden Leute mit einem Messgerät und einer App ausgestattet. Sie werden benutzt, um nachzuweisen, wie viel Plastik gesammelt wurde.

3) Das Plastik wird recycelt oder in Energie umgewandelt

Das gesammelte Plastik wurde in zwei Kategorien eingeteilt: Plastik, das recycelt werden kann, und Plastik, das nicht recycelt werden kann. Das nicht-recyclebare Plastik wird an Orte geliefert, die das Plastik in Energie umwandeln. Das recyclebare Plastik wird an Orte gebracht, wo es recycelt wird. 

Können wir CleanHub vertrauen? – Ihre Zertifikate und Arbeitsbedingungen

Was ich mich am allermeisten frage: Wie sicher ist das von CleanHub konzipierte Messsystem? Kann es manipuliert werden, indem jemand z.B. Steine in die Säcke mit dem Plastik legt? Denn die Messgeräte erfassen ja nur das Gewicht von den Säcken.

Auf diesen Teil ist CleanHub auf der Webseite leider nicht besonders viel eingegangen. Jedoch würde jemand die Werte nur manipulieren, wenn er oder sie etwas davon hat. Deshalb habe ich CleanHub gefragt, wie die Leute, die das Plastik sammeln, ihr Geld verdienen. Werden sie pro Stunde bezahlt oder pro Kilogramm an gesammelten Plastik?

Denn wenn Arbeiter pro Kilogramm an gesammelten Plastik bezahlt werden, gibt es einen Anreiz, die Messung zu manipulieren. Ich habe auch keine Verifizierungspartner auf der Website von CleanHub gefunden. Also habe ich mich mit dem Startup in Verbindung gesetzt und einige Fragen gestellt.

CleanHub bietet auf der eigenen Webseite einen Livechat an, in dem du Fragen stellen kannst und nach kurzer Zeit Antworten erhältst.

Ich habe herausgefunden, dass die Leute, die in den Collection Hubs arbeiten, einen Stundenlohn haben. Sie haben also keine Anreize, die Messungen zu manipulieren.

Doch dann kam bei mir folgende Frage auf: Wie sehen eigentlich die Arbeitsbedingungen dieser Arbeiter aus? Es gibt viele Collection Hubs in Entwicklungsländern. Dort kam es häufig zu Fällen, in denen Arbeiter ausgebeutet wurden.

Ihre Antwort: Sie arbeiten mit drei Non-Profit-Organisationen zusammen, die sich für Arbeiterrechte einsetzen. Diese Antwort hat somit auch meine Frage zu den Verifizierungspartern beantwortet. Das sind die Verifizierungspartner bzw. Zertifizierungen von CleanHub:

  • Ethical Trade Initiative: Diese Organisation setzt sich aus Gewerkschaften, NGOs und Unternehmen zusammen. Sie wurde 1998 gegründet und setzt sich auf der ganzen Welt für Arbeiterrechte ein.
  • Die SA 8000-Zertifizierung für soziale Verantwortung: Sie  wurde 1989 von Social Accountability International (SAI) entwickelt und ist ein weltweit anerkannter Arbeitsplatzstandard.
  • Fair Labor Association: Diese Organisation setzt sich ebenfalls für Arbeiterrechte ein und hilft Unternehmen, bessere Standards für Arbeiter einzuhalten. Sie wurde 1999 gegründet.

CleanHub arbeitet also mit den relevantesten Verifizierungsorganisationen im Bereich Arbeiterrechte. Deshalb mache ich mir keine Sorgen, dass durch CleanHub irgendwer ausgebeutet wird.

Ihre Technologie zum Messen von gesammelten Plastik wurde übrigens auch zertifiziert. Und zwar von TÜV SÜD. Der TÜV ist den meisten von euch vermutlich bekannt. Deshalb gehe ich auf den nicht weiter ein. 

Diese Information habe ich auf der Webseite nicht gefunden, weil es dazu noch keine Pressemitteilung gab. Deshalb lohnt es sich immer, bei Startups auch direkt anzufragen. 

Was ich jedoch immer noch nicht ganz verstanden hatte: Wie generiert CleanHub eigentlich Profite? 

Erinnere dich: Impact Startups müssen auch Umsätze generieren. Ansonsten sind sie einfach nur Non-Profit-Organisationen. 

Wie CleanHub Profite generiert

So verdienen sie ihr Geld: Sie verkaufen Plastic Credits. Wenn du dir oben den Abschnitt zu Carbon Credits durchgelesen hast, weißt du vermutlich, worum es sich bei Plastic Credits handelt.

Es sind Zertifikate, die Unternehmen kaufen, um ihre Plastikproduktion zu kompensieren. Mit diesen Zertifikaten können sie dann allen zeigen, dass sie gegen Plastikverschmutzung vorgehen.

Meistens werden diese Zertifikate freiwillig gekauft. Doch es gibt auch Regierungen, die das Kaufen von Plastic Credits vorschreiben, wenn ein Unternehmen zu viel Plastik produziert. Doch was kostet so ein Plastic Credit überhaupt? Dazu hat mir CleanHub keine konkrete Antwort gegeben. Ihre Antwort: Cost + Margin. 

Was ist Cost + Margin? Das ist ein Preismodell, bei dem der Verkaufspreis eines Produkts oder einer Dienstleistung durch Hinzufügen von Kosten plus einem festgelegten Betrag, der als Margin bezeichnet wird, bestimmt wird. 

Es werden also alle direkten Kosten, die mit dem Sammeln von Plastik verbunden sind, wie Materialkosten, Löhne und Gehälter, Transportkosten usw. berücksichtigt. Dann wird ein Betrag (der Margin) hinzugefügt, um den Verkaufspreis zu bestimmen.

Ich finde, dass CleanHub insgesamt ein echtes Impact Startup ist. Es hat eine gut durchdachte Methode entwickelt, um den eigenen Impact kontinuierlich zu messen und arbeitet mit relevanten Verifizierungspartnern. Auf ihrem Live-Dashboard kannst du jederzeit mitverfolgen, wie sich der Impact von CleanHub entwickelt: https://www.cleanhub.com/live-dashboard

Was unterscheidet Impact Startups von Green und Social Startups?

Wenn du dich viel mit Nachhaltigkeit und Startups beschäftigst, hast du bestimmt auch die Begriffe Social oder Green Startups gehört. Ich habe mich gefragt, was diese Arten von Startups unterscheidet. Das Ergebnis war sehr überraschend: Es scheint keinen großartigen Unterschied zu geben.

Ich habe in Google die relevantesten Definitionen von den drei Begriffen gefunden und nebeneinander gestellt:

  • Impact Startup: Impact Startups haben als oberste Priorität, gesellschaftliche oder ökologische Probleme nachweislich zu lösen. 
  • Green Startup: Ein Green Startup hat Produkte oder Dienstleistungen, die zu den Zielen einer Green Economy beitragen.
  • Social Startup: Ein Social Startup hat das Ziel, kulturelle, soziale und ökologische Probleme zu lösen.

Diese Definitionen sind zwar etwas Unterschiedlich, aber ein Green Startup könnte sich auch als Social Startup oder Impact Startup bezeichnen. Warum bezeichnen sich nun das eine Startup als “Green” und das andere als “Social” oder “Impact”? 

Ich habe viel recherchiert und habe keine eindeutige Antwort gefunden. Deshalb habe ich mir viele Social, Green und Impact Startups angeguckt, um besser zu verstehen, wo der Unterschied ist. Mir ist folgendes aufgefallen:

Impact Startups haben einen größeren Fokus auf das Messen und Nachweisen der positiven Veränderung, die sie bewirkt haben. Startups, die sich als Green bezeichnen, sind meistens mit der Umwelt beschäftigt und Social Startups fokussieren sich meistens auf soziale und kulturelle Probleme. 

Hier kannst du mehr über Green Startups lernen

Wie es scheint, werden diese Begriffe benutzt, um besser zu unterstreichen, auf welches Gebiet sich das Startup fokussiert. Ich habe aber auch viele Ausnahmen gefunden und viele Impact (oder Social oder Green) Startups nutzen keines dieser Bezeichnungen.

Die Startup-Bezeichnungen “Impact”, “Social” oder “Green” scheinen keine komplett separaten Kategorien zu sein, sondern sind wohl eher ein Spektrum. 

Fazit

Impact Startups spielen eine Schlüsselrolle in der heutigen Wirtschaft. Denn viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, eine Balance zwischen Profitabilität und Nachhaltigkeit zu finden. Doch Impact Startups haben beides gleichzeitig:

Für Impact Startups sind Profitabilität und ein positiver Impact auf die Gesellschaft oder Ökologie keine sich gegenseitig ausschließende Konzepte. 

Sie haben sehr viele Ähnlichkeiten mit Social oder Green Startups, weil diese drei Arten von Startups ähnliche Definitionen haben, die sich einander nicht ausschließen. In den meisten Fällen erkennt Impact Startups jedoch daran, dass sie ihren positiven Impact dauerhaft messen, um ihn jederzeit nachweisen zu können.

Es gibt Startups, die sich gerne als Impact Startup ausgeben, weil gewisse Vorteile damit verbunden sind. Zum Beispiel gibt es VC-Gesellschaften, die nur Impact Startups fördern. Es gibt auch staatliche Förderprogramme, die nur auf Impact Startups ausgerichtet sind. Deshalb muss genau geprüft werden, ob ein Startup den Ansprüchen eines Impact Startup gerecht wird.

Wenn du ein Impact Startup untersuchen willst, solltest du die Liste aus diesem Artikel nehmen, die alle Eigenschaften eines Impact Startups zusammenfasst. Du solltest jedoch wissen, dass Impact Startups Stärken und Schwächen haben:

Das eine Impact Startup könnte sehr gute Messkonzepte haben, aber dagegen ohne oder mit wenigen Verifizierungspartner arbeiten. Ein anderes Impact Startups kann dagegen mit seinen Verifizierungspartnern überzeugender sein als mit anderen Eigenschaften.

Du musst dir immer das Gesamtbild anschauen.

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